Amely_1

es wird wieder Sommer in der Gartenstadt. Man freut sich über die Blüten-pracht in unseren Gärten. Das ist ein Stück Lebensqualität nicht weit vom Kern der Großstadt. Auch die Zeit zum Feiern beginnt wieder: die Nürnberg-SPD feiert 150 Jahre. In diesem Heft gibt es einen Überblick. In der Gartenstadt haben wir Anfang  Juli Kärwa und Gartenstadtfest im Wochenabstand und dann gibt es Nürnberg-weit noch viele Feste. In der großen Politik geht es um TTIP, das in dieser Form wohl nicht mehr beschlossen wird, das G7 –Treffen in Japan ohne China, das wackelnde Abkommen mit der Türkei über Flüchtlin-ge, Griechenland und Europa. In Deutschland liegen die Entwürfe des Behin-derten- gleichstellungsgesetztes  und des Bundesteilhabegesetzes auf dem Tisch, die weitreichende Änderungen für Menschen mit Behinderungen mit sich bringen. Die UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderun-gen ist 2009 von Deutschland ratifiziert worden und soll bewirken, dass Men-schen mit Behinderungen selbstverständlich dazugehören.
In der Gartenstadt hat die SPD die Sanierung der Hafenbrücken mit  Bürger-meister Christian Vogel und den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert. Sie tritt außerdem für einen umfassenden Lärmschutz an der A73 ein. Wir berichten weiterhin über das 35-jährige Jubiläum der Seniorenbegegnungsstätte und stellen einige Kandidatinnen und Kandidaten für die anstehende  Vertreter-wahl der Genossenschaft vor.

Viel Spaß bei Lesen des Roten Blättlas wünschen Ihnen

Amely Weiß und der Vorstand der SPD Gartenstadt.

Bank

 

Anlässlich des 35 jährigen Bestehens der Seniorenbegegnungsstätte Gartenstadt e.V. wurde eine Landschaftsbank gestiftet und beim „Netto-Markt“, Julius- Loßmann-Straße aufgestellt. Mit einer kleinen Einweihungsfeier begingen die Seniorinnen und Senioren dieses Ereignis. Mit leckeren Happen und Sekt wurde vor- übergehend auf die neueste Errungenschaft der Senioren aufmerksam gemacht und bereits nach kurzer Zeit wird die Bank nun gerne von Jung und Alt angenommen. Die ersten Spenden für eine weitere Bank in der Gartenstadt sind schon eingegangen.

Ich freue mich darüber. Für einen Standort können Sie gerne Vorschläge machen.

Ihre Lia Sommer

HafenAuf Einladung der vier SPD-Ortsvereine Gartenstadt, Eibach– Röthenbach, Siedlungen Süd und Reichelsdorf kam Christian Vogel, Bürgermeister der Stadt Nürnberg,  ins Gesellschaftshaus Gartenstadt.  Als  erster Werks- lei-ter von SÖR ist er u.a. zuständig für alle Baumaßnahmen im öffentlichen Raum. Vom öffentlichen Spielplatz über den Radweg, die städtischen Straßen bis hin zu den Brücken der Stadt Nürnberg. Hafenbrücken waren dann auch das aktu-elle Gesprächsthema. 
„Alle Brücken Nürnbergs werden regelmäßig geprüft“, erklärt Vogel und ver-gleicht das Ergebnis der Prüfung mit einer Verkehrsampel.  Zeigt die Ampel auf Grün, ist die Brücke in Ordnung. Bei einer gelben Ampel ist  die Brücke zwar in Ordnung, aber es gibt Anzeichen der Veränderung am Bauwerk, man spricht von einem „Ankündigungsverhalten“. Das heißt, auch mit modernster Technik kann man nicht in die Brücke hineinsehen, niemand weiß genau, wie lange die Brücke dann noch vollumfänglich genutzt werden kann. Solange die Brücke offen ist, besteht auch keine Gefahr für den Nutzer. Wenn die Brü-cken-Ampel dann auf Rot wechselt, muss gehandelt werden. Fahrbahnreduzie-rungen, Geschwindigkeitsbeschränkungen oder sogar Sperrungen können die Folge sein. Um das zu verhindern, muss rechtzeitig ein „Masterplan“ entwickelt werden. Genau diese Situation haben wir nun bei den Hafenbrücken. Da die Ampel nun schon länger auf Gelb steht, hat der Stadtrat von Nürnberg letztes Jahr beschlossen, die Maßnahmen zur Sanierung dieser wichtigen Infrastruk-tureinrichtungen zu planen. Sanierung trifft die Sache allerdings nicht exakt, sondern es wird einen Abriss und Neubau geben.
„Dabei gehen wir nach folgenden Prinzipien vor“, sagt Vogel,  „erstens Risikom-inimierung, zweitens eine schnelle Lösung, die drittens zur geringstmöglichen Belastung führt.“ Das ist ein hohes Ziel, dabei ist völlig klar, es wird nicht  die günstigste Lösung sein, bringt aber für die Bürgerinnen und Bürger am schnellsten wieder Ruhe in den Stadtteil. Das Projektteam hat dabei 20 Vari-anten diskutiert. Nun ist man übereingekommen, drei so genannte „Behelfsbrü-cken“ zu mieten, die bis zur Fertigstellung der neuen Brücken als Ersatzbrü-cken dienen sollen. Im Jahr ca. 2024 sollen die Baumaßnahmen  beendet sein. Bis 2025 wird die Stadt Nürnberg auf bis zu ca. 555.000 Bürger anwachsen und der Verkehr parallel ebenfalls ansteigen. 
Die städtischen Verkehrsplaner prognostizieren eine Zunahme und weitere Belastung für den Autoverkehr im Nürnberger Süden. Aus diesem Grund be-fürwortet der Stadtrat auch die Ortsumgehung Stein nicht. Man setzt lieber auf  einen besseren Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs, mehr  Radwege, mehr U- und Straßenbahnen. Der neue Nahverkehrswegeplan soll im nächsten Jahr noch vor den Straßenbaumaßnahmen fertig werden. Weitere Alternati-ven, die mit den Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet werden, sollen den Ver-kehr verringern, was leicht zu erreichen wäre, wenn man bei Strecken unter 6 Kilometern auf Fahrten mit dem Auto verzichten würde. Nach Berechnungen ist bei Fahrstrecken unter 6 KM im innerstädtischen Bereich das Fahrrad am schnellsten (und am günstigsten / gesündesten). Weitere Überlegungen: Kann man zu verschiedenen Zeiten zur Arbeit fahren? Den Schulanfang verlegen?
Nun meldeten sich die Bürgerinnen und Bürger zu Wort und fragten nach der erhöhten Belastung durch den Schwerverkehr, der jetzt schon durch den Ha-fen sehr hoch ist und wie der denn während der Baumaßnahmen umgeleitet würd.
„Der Hafen ist uns für Nürnberg sehr wichtig, erläutert Vogel, „er bringt uns Gewerbe und eine hohe Zahl an Arbeitsplätzen.“ Es ist daher sehr wichtig, dass der Hafen gut erreichbar ist. Hier muss es auch in Zukunft ein gutes Miteinander geben. Die innerstädtische Lage und die verkehrliche Bedeutung erfordern sehr gut ausgearbeitete und abgestimmte Bauablauf– und Verkehrs-konzepte. Im Hinblick auf die prognostizierten verlagerten LKW– und PKW–Verkehre sind dabei Anpassungen von Knotenpunkten erforderlich, die in den nächsten Monaten mit der Bürgerschaft entwickelt werden sollen.
Möglich sei ferner, dass Hafenbrücken und Frankenschnellweg 2018 gemein-sam gebaut werden. Auch der Ausbau der A73 könnte (wenn es keinen juristi-schen Einwände gibt) im Herbst 2018 beginnen. Die Stadt Nürnberg traut sich zu, diese drei Maßnahmen, auch mit Hilfe externer Ingenieurbüros unter einen Hut zu bekommen. So würden die Zusatzbelastungen für die Bürgerinnen und Bürger am schnellsten abgebaut.
Finkenbrunn hat schon jetzt einen hohen Belastungswert. In der Bauphase muss mit einer weiteren  Verkehrszunahme gerechnet werden. Genau deshalb muss hier über mögliche Alternativen intensiv nachgedacht werden. Von der Geschwindigkeitsreduzierung bis zu möglichen  baulichen Hemmnissen muss alles dabei ins Auge gefasst werden. Sicherheit hat Priorität, darüber sind sich auch die Verkehrsplaner im Klaren. Die Gefährdung der Fußgänger, be-sonders der Schulkinder ist den Anwohnerinnen und Anwohnern ein Anliegen, was Vogel völlig versteht. Er sagt zu, einen Prüfauftrag zu erteilen, an dieser Stelle ein Display einrichten zu lassen, der den Fahrenden ihre Geschwindig-keit aufzeigt. 
Lärmschutz wird von der Stadt Nürnberg gemäß der gesetzlichen Norm ohne Wenn und Aber durchgeführt werden. Die SPD Gartenstadt hat eine Einwendung  an die Stadt Nürnberg gerichtet, die unter anderem eine Lärmschutz-wand an der gesamten Länge des Frankenschnellwegs zur Gartenstadt hin for-dert. 
Vogel räumt auf mit dem Gerücht, dass am Frankenschnellweg ein LKW-Verbot eingeführt werde. Man wolle ja nicht, dass die LKW dann durch die Wohnge-biete fahren, arbeite aber auf ein Verbot für den LKW-Durchgangsverkehr hin, was allerdings zustimmungspflichtig durch den Freistaat sei.  Gigaliner belasten die Straßen noch mehr, deshalb ist das keine Option für den Stadt-rat, aber die Ergebnisse des Bundesfeldversuchs werden abgewartet.
Und was passiert am „Mausloch“? – Das ist eine Angelegenheit der Bahn, die zugesagt hat, hier etwas zu tun.
„Wir stehen am Anfang der Planungen“, schließt Vogel. „Wir kennen den Ist- Stand und haben ein Prognose-Szenario erarbeiten lassen. Jetzt geht es da-rum mit den Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam Wege zu finden, die Belas-tungen möglichst gering zu halten.“ Er räumte aber auch ein, „ohne merkbare Belastungen für die Anwohner werden wir es nicht schaffen“. Er wies darauf hin, dass Verkehrsplanerinnen in die Stadtteile kommen werden, um die Alter-nativen und Umgehungen mit den Bürgerinnen zu diskutieren und er wünsche sich, dass sie ihre Ideen für gute Übergangslösungen einbrächten. Er selbst komme gerne zu einem solchen Gespräch wieder.

Amely Weiß
 

35jahreLiebe Gartenstädter/innen,

am 28. April 2016 wurde die Tagesstätte am Heckenweg 1 35 Jahre. Dieses Jubiläum feierten wir mit vielen Ehrengästen im Saal des Gesellschaftshauses Gartenstadt. Im festlich geschmückten Saal wurde ein schönes reichhaltiges Programm geboten.

In Vertretung des Oberbürgermeisters gratulierte der Bürgermeister Christian Vogel für die Stadt Nürnberg. Für die SPD-Stadtratsfraktion Michael Ziegler, der überraschend auch noch mit Sketchen viele Lacher auf seiner Seite hatte. Eine besondere Ehre erwies uns persönlich der Vorstand der Gartenstadt eG, Herr Johannes Soellner, mit einem Lied über die Begegnungsstätte. Die Jüngsten des Stadtteils vom „Haus der Kinder“ in der Regenbogenstraße begeisterten mit ihrem Ententanz. Ein Kurzfilm von Herbert Häusler hat über die vielen Aktivitäten unseres Vereins informiert und eine Mitgliedergruppe sang mit einem Überraschungsschlusseffekt über die Begebenheiten im Seniorentreff.

Die „Golden Girls“ – eine türkische Tanzgruppe – brillierten in ihren schmucken aufwendigen Kostümen. Acht Jubilare wurden für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt und der krönende Abschluss – das Männerballett des NCN – brachte nochmals viel Stimmung in den Saal. Zwischen den Programmrunden spielte ein Duo Schlager.

Ich danke alle Akteuren, den Senioren und Besuchern wie Frauenstammtisch, Mittwochsspaziergänger und unseren Flüchtlingen vom Rangierbahnhof für‘s Kommen. Es war ein tolles Fest! Was mich noch besonders freut: Bei der Veranstaltung haben sich drei Mitglieder aufnehmen lassen und für den Herbst wurde eine monatliche Tanzveranstaltung angedacht.

Eure Lia Sommer

thomasLiebe Gartenstädter, seit zwölf Jahren bin ich Mitglied im SPD OV Gartenstadt. Wir machen hier weniger Bundes – oder Landespolitik, hier geht es primär um unseren Stadtteil Gartenstadt und Nürnberg. Hier Etwas -  wenn auch nur im Kleinem -  mit zu gestalten bzw. zu bewegen war für mich ein wichtiger Grund für den Beitritt in die SPD Gartenstadt.

Neben den politischen Diskussionen  haben wir auch viele interessante Vorträge zu Themen, die uns alle bewegen. Mitglieder der SPD Gartenstadt sind auch Mandatsträger (Amely Weiß Bezirksrätin, Stefan Schuster MDL, Werner Gsänger Stadtrat), die uns Politisches aus erster Hand berichten. Was ich an unserem OV schätze ist der Zusammenhalt und dass oft auch mal verschiedene Meinungen  - wie es in einer Volkspartei üblich sein sollte  - aufeinandertreffen und diskutiert werden.

Ich finde es gut, dass die Gartenstadt SPD immer ein offenes Ohr für die Belange der Gartenstädter hat und sich vor Ort aktiv dafür einsetzt. Dazu hatten wir letztes Jahr den Vorstand der Gartenstadt eG   ins Gesellschaftshaus geladen. Natürlich war das nur ein Anstoß, aber die Kommunikation und der Informationsfluss zwischen Vorstand der Genossenschaft und den Mitgliedern sollte sich dadurch verbessern. Neben der Politik gibt es im Vereinsleben aber auch die Geselligkeit. Dazu gehören gemeinsame Ausflüge sowie das Mitwirken am jährlichen  Stadtteilfest und vielen anderen Ereignissen.

Das gefällt mir -  und es würde mich freuen -  wenn auch Sie einmal ganz zwanglos zu einer unserer Sitzungen (Termin s. Rotes Blätt‘la) vorbeischauen würden. Keine Angst, Sie brauchen deshalb nicht gleich Mitglied werden. Einfach vorbeikommen und reinschauen.

Bis bald,

Ihr Thomas Roth (stellv, Vorstand SPD OV Gartenstadt)

monikaEs war Freitag, der 13. Mai, als Monika Abel MitarbeiterInnen und Ehrenamtliche des Kulturladens sowie Vereine und Einrichtungen des Stadtteils  einlud, um sich zu verabschieden. Sie leitete den Kulturladen seit Juli 2008. Die SPD war auch dabei und interviewte sie für das Rote Blättla.

Rotes Blättla: Fast 8 Jahre hast du den Kulturladen geleitet. Welche Erfahrungen nimmst du aus deiner Zeit in der Gartenstadt mit?

Monika Abel: Ich hatte hier eine wirklich gute Zeit. Der Kulturladen war von meinen Vorgängern sehr gut aufgebaut, was meinen Einstieg erleichterte. Und: Ich wurde sehr herzlich und freundschaftlich von den Menschen hier aufgenommen, das war eine sehr schöne Erfahrung. Der Abschied fällt mir daher gar nicht so leicht, auch wenn ich mich natürlich auf meine neue Aufgabe freue.

RB: Der Kulturladen in der Gartenstadt ist gut besucht, Gruppen, Kurse und Veranstaltungen werden gut angenommen. Wie ist euch das gelungen?

MA: Hm, das Gute an den Nürnberger Kulturläden im Allgemeinen ist, dass sie sich voll auf die Menschen im Stadtteil konzentrieren können. Das heißt, wir beziehen uns mit unserem Kulturangebot ganz und gar auf die GartenstädterInnen: Ihre Themen werden aufgegriffen, Ideen und Wünsche aufgenommen und wenn möglich mit ihnen zusammen verwirklicht. Das hat bisher sehr gut funktioniert.

RB. Wo siehst du Grenzen der Kulturarbeit im Stadtteil?

M.A. Die Räumlichkeiten des Kulturladens sind eng und unsere Möglichkeiten daher  begrenzt. Dennoch sind wir gut in den ehemaligen Schulräumen aufgehoben und arbeiten sehr gut mit der Regenbogenschule und dem Haus für Kinder zusammen.

RB: Was waren die Highlights in den letzten Jahren?

MA: Oh, da gab es viele tolle größere aber auch kleinere Veranstaltungen, an die ich gerne zurückdenke.  Beispielsweise die Konzerte am Alten Kanal oder auf der Dachterrasse des Gartenstadthochhauses. Die Idee zur Reihe „Das macht die Kunst“ ist übrigens von einem sehr aktiven Nachbarn. Fränkischer Abend, Kabarett, Weinseminare und vieles mehr, das hat mir alles viel Spaß gemacht.  Das Stadtteilfest sei natürlich auch erwähnt. Da machen so viele Vereine, Einrichtungen und Parteien mit. Die SPD ist gerade beim Stadtteilfest ein wichtiger Partner.

Es ist aber auch gelungen – dank der Unterstützung vieler sehr engagierter Gartenstädter -  den Bunten Tisch zu gründen. Aus diesem Netzwerk gehen viele Ideen und Aktionen hervor, z.B. das Café Asyl, Vorträge, Workshops etc. Wir haben letztes Jahr hierfür den Mittelfränkischen Integrationspreis der Regierung von Mittelfranken bekommen. Der Bunte Tisch ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass ziviler Zusammenschluss und die Stärkung der eigenen Stadtteilidentität sich lohnen und jeder was beitragen kann.

RB: Heute ist dein letzter Abend im Kulturladen Gartenstadt. Was ist deine nächste Aufgabe?

MA: Ich übernehme die Leitung im Loni-Übler-Haus in Mögeldorf. Wieder ein Kulturladen, aber ganz andere Bedingungen. Ich bin gespannt und freue mich drauf.

RB: Viel Glück und gutes Gelingen. Vielleicht besuchen wir dich mal im Loni. 

MA: Der SPD Gartenstadt wünsche ich auch alles Gute. Und über euren Besuch im Loni  würde ich mich natürlich sehr freuen, es gibt dort viel Folkmusik und Frauenkabarett.

Amely_1Der Bezirk Mittelfranken ist eine in der Verfassung des Freistaates Bayern verankerte kommunale Gebietskörperschaft. Der Bezirk schafft und unter-stützt öffentliche Einrichtungen für das soziale, wirtschaftliche und kulturel-le Wohl aller Bürgerinnen und Bürger Mittelfrankens. Er übernimmt Aufgaben, die Zuständigkeit oder finanzielle Möglichkeiten von Gemeinden, Landkreisen und kreisfreien Städten überschreiten.
Als überörtlicher Träger der Sozialhilfe unterstützt der Bezirk behinderte, alte, pflegebedürftige und wohnungslose Menschen, Kriegsopfer und deren Hinterbliebene. Seit 2008 ist der Bezirk neben der stationären auch für die ambulante Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung zuständig. Dazu gehört unter anderem ambulant betreutes  Wohnen,  die Frühförderung von Kindern oder der Behindertenfahrdienst.  Über das Kommunalunternehmen Bezirkskliniken Mittelfranken betreibt der Bezirk drei psychiatrische und neurologische Krankenhäuser mit Tageskliniken.
Die SPD-Fraktion im Bezirkstag ist mit sieben von 30 Mitgliedern die zweit-größte Fraktion nach der CSU mit 12 Mandaten. Die übrigen teilen sich fol-gendermaßen auf: Bündnis 90/Die Grünen (3), Freie Wähler (3), FDP, ÖDP, Die Franken, Die Linke, Piratenpartei (je 1).
Sofort nach der Wahl im September 2013 ist es der SPD-Fraktion durch Ge-spräche mit den anderen Fraktionen und Wählergruppen gelungen, das Über-gewicht der CSU zu beenden. Die Vorsitzenden des 15. mittelfränkischen Be-zirkstages und der Ausschüsse sind erstmals „bunt“ besetzt. Gleichzeitig konnte im Kommunalunternehmen die Ausgliederung einer Servicegesellschaft und damit verbundene Tarifflucht verhindert werden. 
Die Haushaltsverhandlung für das kommende Jahr im Bezirkstag findet immer im Dezember statt. Ein Termin, an den die fünf kreisfreien Städte und sieben Landkreise ihre Haushalte schon beschlossen haben. Da sie dem Bezirk eine Umlage in Höhe von etwa 60 Prozent des Gesamthaushalts des Bezirks für die oben genannten Aufgaben zahlen müssen, ist der Ausgang der Verhandlungen für die Städte und Landkreise von hoher Bedeutung. Die SPD-Fraktion konnte im letzten Jahr erreichen, dass ein Gespräch mit den Kämmerern und Kämme-rinnen über die zu erwartende Belastung bereits frühzeitig  vor der Sommer-pause geführt wurde. Bei der Verabschiedung des Haushalts konnten wir durch gute Verhandlungen mit allen politischen Partnern im Bezirkstag und mit den SPD-OberbürgermeisterInnen und LandrätInnen eine Senkung der Umlage von 24,2 auf 22,9 Prozentpunkte erreichen, was zu einer Entlastung des größten Umlagezahlers Nürnbergs um mehrere Millionen Euro geführt hat. Dennoch konnte die Finanzierung für die psychosozialen Angebote für die Menschen in Mittelfranken, wie zum Beispiel Suchtberatungsstellen, verbessert werden.
Dass der Bezirkshaushalt mit 825,4 Millionen Euro 51 Millionen mehr als in 2015 umfasst, liegt an den gestiegenen Steuereinnahmen in Mittelfranken, welche zu einer Erhöhung der einzelnen Hebesatzpunkte geführt haben. 89 Prozent fließen in die Ausgaben für Soziales und hier vor allem in die Ausga-ben für Eingliederung von Menschen mit Behinderungen und Hilfe zur Pflege.
Erfolge der SPD-Fraktion 2015: Die Einführung eines Inklusionsbeauftragten zur Umsetzung der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinde-rungen, Einführung eines Inklusionspreises, erstmalige Vergabe 2017, Ausbau der ambulanten Drogensubstitution und Prüfung, wieviel mehr Entgiftungs-plätze für suchtkranke Kinder und Jugendliche geschaffen werden können sowie gegen Rechtsextremismus und für Demokratie: Aufstockung der Mittel für die Pädagogik rund um das Dokumentationszentrum.
   
 
Amely Weiß und die SPD-Gartenstadt
 

JLoosZu den bedeutendsten Figuren der sozialdemokratischen Geschichte Nürnbergs gehört der langjährige Parteisekretär und spätere Bürgermeister Julius Loßmann.
Am 4.4.1882 wurde Loßmann als Sohn eines Schneidermeisters in Glan-Münchweiler geboren. Der frühe Vollwaise nahm das Schuhmacherhandwerk an und schloss sich alsbald seiner ersten Gewerkschaft an. 1900 zog er nach Nürnberg, wo er sich der SPD anschloss und sein eigenes Geschäft eröffnete.

Hier profilierte er sich schnell als begabter Lokalpolitiker, bekleidete das Amt des Parteisekretärs von 1918 bis 1933 und wurde schließlich in den Stadtrat gewählt. Im Dritten Reich blieb auch er von Verfolgung nicht verschont. Loßmann wurde verhaftet und verbrachte bis Kriegsende insgesamt 20 Monate im Konzentrationslager Dachau. 
Die Trümmer und Ruinen, in denen die Nationalsozialisten Nürnberg hinterlie-ßen, konnten Loßmann jedoch nicht die politische Motivation rauben und er zog als Parteisekretär der SPD Nürnberg 1946 wieder in den Stadtrat ein. Als solcher spielte er beim Wiederaufbau Nürnbergs eine entscheidende Rolle.

Am 7.12.1949 wurde er zum ehrenamtlichen Bürgermeister der Reichsstadt Nürn-berg ernannt, ein Amt, welches er bis zu seinem Tod innehaben sollte. Seine Arbeit für Nürnberg ging jedoch über den bloßen Wiederaufbau hinaus. So legte er 1950 den Grundstein für die Siedlung Falkenheim. Auch war Loßmann der erste Aufsichtsratsvorsitzende der Flughafen Nürnberg GmbH und trug dazu bei, dass dieser als erster nach dem Zweiten Weltkrieg neuerbauter Flughafen Deutschlands 1955 an seinem heutigen Standort errichtet wurde. 

 


Julius Loßmann verstarb am  29. März 1957 und wurde am Südfriedhof beigesetzt.
Heute erinnert noch die nach ihm benannte Julius-Loßmann-Straße nahe des Südfriedhofs an diese bedeutende Figur der Sozialdemokratischen Partei Nürnbergs.

Peter Panther

KL 1Da im Nachkriegsdeutschland in den Städten durch die Industrialisierung eine bessere Lebensqualität, was Versorgung, Arbeitsplätze  und Infrastruktur betraf, zu erwarten war, hatte die Urbanisierung (Verstädterung) eingesetzt. Viele Menschen zogen in die Stadt und wollten dort  ihr Glück machen. Ab den 1960er Jahren kam der Einsatz von Gastarbeitern hinzu, die dann ihre Fami-lien nachholten. Tatsächlich entstand also zunächst Wohnungsmangel und soziale Probleme, da die Löhne niedrig, die Ausgaben aber hoch waren.
In den Stadtteilen war durch den starken Zuzug die gewachsene Struktur stark verändert. Man kannte sich nicht, gegenüber den Gastarbeitern bestan-den Vorurteile. Als positive Entwicklung ist zu verzeichnen, dass durch die starken Gewerkschaften die tägliche Arbeitszeit sank und man mehr Freizeit hatte.  Kulturelle Einrichtungen befanden sich jedoch meist im Zentrum der Stadt und waren für alle im Randgebiet Lebenden nur mit einem gewissen Aufwand zu erreichen – ein Ausdruck eines ehemals obrigkeitsstaatlichen Verständnisses zwischen Verwaltung und Stadtbewohner. Gleichzeitig forder-te man nach der  Studentenbewegung von 1968 mehr Demokratie und Beteili-gung an Politik und gesellschaftlichen Veränderungen und die erstarkende Frauenbewegung forderte ein Umdenken in der klassischen Rollenverteilung. So begann man in den 1970er Jahren sich bei der Stadtentwicklung Gedanken über ein lebenswertes Umfeld im Stadtteil zu machen. 
Im November 1977 verabschiedete der Stadtrat – unter dem SPD-Oberbürgermeister - den Rahmenplan „Freizeit - Teil: Dezentrale Begegnungs-stätten“  - und gab damit der Verwaltung den Auftrag, in Nürnberg ein Netz von Begegnungsstätten (Kulturläden) aufzubauen und weiterzuentwickeln. 
Der damalige Schul- und Kulturreferent Hermann Glaser (SPD) erarbeitete das Konzept der Nürnberger Kulturläden.  Von 1977 bis 1985 war Siefried Kett erster Leiter des Amtes für Kultur und Freizeit der Stadt Nürnberg. In dieser Zeit war er unter anderem zuständig für den Aufbau einer Kulturladen-kette: Es entstanden die Kulturläden in der Rothenburger Straße (KuRo, 1975), in Almoshof, im Zeltnerschloss, in der Steinheilstraße/Südstadtladen(1982), in Röthenbach, in der Gartenstadt und in Ziegelstein sowie der Kulturladen Nord und die Begegnungsstätten Desi und Loni-Übler-Haus. 
Der Eröffnung des Kulturladens Gartenstadt gingen schon einige Jahre Arbeit durch das Amt für Kultur und Freizeit voraus. Es wurden bereits Kurse ange-boten und das Gartenstadtfest war aus der Wiege gehoben worden. Was aber die Eröffnung des Kulturladens verzögerte, war die Tatsache, dass man lange keine Räumlichkeiten dafür gefunden hat. Mehr darüber im nächsten Rote Blättla.
Der Kulturladen Gartenstadt wurde am 15.09.1990 in den Räumlichkeiten der Regenbogenschule eröffnet. Als Stargast des Abends war der bekannte Kaba-rettist Günter Schramm dabei, der als launiger Kellner für gute Stimmung sorgte. 

   
Helga2 Vorst_Stefan_Schuster martin
   

demnächst in der Gartenstadt  

Geburtstagsfeier mit Günter Heid
Montag, 27.06.16 - 14:00 - - Seniorenbegegnungsstätte
Seniorenclub AWO – Kaffee und Unterhaltung
Mittwoch, 29.06.16 - 14:00 - - AWO Seniorenclub
Kreatives Gestalten mit Flüchtlingen
Donnerstag, 30.06.16 - 14:00 - - Seniorenbegegnungsstätte
   
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