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unsere Welt hat sich verändert. Und das nicht nur, weil der Sommer vorbei ist, der heuer zum Glück nicht zu trocken, aber zum Beispiel in Südbayern schon wieder zu nass war.
Es gab Anschläge von islamistisch beeinflussten Gewalttätern in Deutschland, Franken und sogar in nächster Nähe in Ansbach. Damit ist der islamistische Terror in unmittelbare Nähe gerückt und die Entwicklungen in der Türkei, wo nach dem Putsch tausende Richter und Militärangehörige verhaftet wurden, sind nicht weniger besorgniserregend. Die Verteidigungsministerin spielt mit dem Gedanken, die Bundeswehr im Inneren einzusetzen - eine Überlegung, die unsere Väter und Mütter des Grundgesetzes  nach den Erfahrungen im Wil-helminismus und mit dem Nationalsozialismus  wohl durchdacht ausgeschlossen haben!
Ganz persönlich betrifft einen der Terror natürlich auch. Man überlegt sich: soll ich auf das Bardentreffen gehen? Auf das Nürnberger Volksfest? Kann ich mich noch unbeschwert in größere Menschenmengen begeben? Natürlich ist das eine Entscheidung, die man für sich treffen muss, aber wir dürfen uns die Lebenslust nicht nehmen lassen. Das ist es, was die Terroristen erreichen wollen. Sie wollen uns unsere Freiheit nehmen, indem sie Panik und Unsicher-heit erzeugen. Die Verantwortlichen für große Feste haben reagiert, so wie unser Oberbürgermeister Ulrich Maly, der entschied, dass das Bardentreffen stattfindet. Es zeigt, wir kontrollieren vermehrt, wir sind wachsam, aber wir lassen uns nicht die Freiheit nehmen.
Und was hat sich verändert im Blick auf die Flüchtlinge? Die Gewalttaten spielen den Rechtsradikalen Argumente für ihre Hasspropaganda zu. Die tun sich nun leicht zu sagen, mit den Flüchtlingen ist der Terrorismus eingezogen. Bevor man sich jedoch von dieser Schwarzmalerei mitziehen lässt, sollte man sich genau ansehen, was geschah. Waren es die Taten Einzelner, die sich durch die Animation im Internet haben anstacheln lassen? Laut einer Umfra-ge, gibt die Mehrheit der deutschen Bevölkerung Merkel dafür nicht die Schuld und 46 Prozent der Deutschen gehen davon aus, dass die deutschen Sicherheitsbehörden ausreichend vorbereitet und ausgestattet sind, um ein ausreichendes Maß an Sicherheit zu gewährleisten. In Bayern ist unsere Poli-zei überlastet, weil die Stellen seit Jahren durch die CSU gekürzt wurden. Deshalb tritt die SPD mit Stefan Schuster dafür an, nicht an der Sicherheit sparen und ausreichend Stellen zu besetzen. Wir wollen uns sicher fühlen, in der Gartenstadt und überall in Deutschland.
Neben der Sicherheit verlieren wir aber auch die anderen politischen Themen nicht aus den Augen: Die Reform des Bundesteilhabegesetzes (BTHG), des Mutterschutzgesetzes,  Fracking, TTIP und in der Gartenstadt der Straßen-bau und die barrierefreie Nahversorgung.


Wenn Sie diese oder andere Themen mit uns diskutieren wollen, kommen Sie doch in den Ortsverein!

Viel Spaß bei Lesen des Roten Blättlas wünschen Ihnen

Amely Weiß und der Vorstand der SPD Gartenstadt.

Kulturladen - 3Bereits 1975 wurde der erste Nürnberger Kulturladen in der Rothenburger Straße (KuRo) eröffnet. Bis der Kulturladen Gartenstadt seine Eröffnung fei-ern konnte, sollte allerdings noch eine ganze Weile vergehen… Der damalige Kulturreferent Prof. Dr. Hermann Glaser (SPD) hatte ein eigenes Konzept für die Kulturläden in Nürnberg erarbeitet. Die Leitidee dieses Konzepts lautete: „ Kultur von allen und für alle“. Die Kulturläden in den einzelnen Stadtteilen sollten nicht nur eine Begegnungsstätte sein, sondern gleichmäßige Teilhabe fördern und zur Eigenaktivität ermuntern.
Dafür bieten die Kulturläden nicht nur Profis eine Bühne und einem breiten Bevölkerungsspektrum künstlerische Darbietungen. Vielmehr können in den verschiedensten Kursen und Workshops Laien und Profis voneinander und mit-einander lernen. Jeder kann sich selbst ausprobieren, sein künstlerisches Po-tenzial heben und aktiv an der Gestaltung seines Lebensumfeldes mitwirken. Die Förderung der Teilhabe durch die Kulturläden leistete auch von Anfang an einen wichtigen Beitrag zur interkulturellen Arbeit und zur Integration von Migrantinnen und Migranten in den Stadtteilen. Diese Erfahrungsbasis ist heute besonders wertvoll, um Flüchtlingen Möglichkeiten des Kontakts, der Teilhabe und der Aktivität zu eröffnen.
Ein weiteres Kernprinzip der Kulturläden ist die Dezentralität. Dahinter steckt die Einsicht, dass Teilhabe und Beteiligung am besten im unmittelbaren Leben-sumfeld zu realisieren ist – dort, wo die Menschen wohnen. Vor Ort möchten die Menschen direkt mitbestimmen, mitgestalten und sich einbringen.


Daher war es wichtig, dass auch die Gartenstadt als Stadtteil einen eigenen Kulturladen bekam. Allerdings konnten lange Zeit keine geeigneten Räumlich-keiten dafür gefunden werden. Zwar waren laut Stadtratsbeschluss schon in minimalem Umfang Personal- und Betriebsmittel gesichert, so dass bereits einzelne Kurse stattfanden. Es fehlten aber die räumlichen Einrichtungen, die den Kulturladen zur Institution machten. 1986 schließlich gelang der SPD der entscheidende Durchbruch: Lia Sommer - damaliges Mitglieder der SPD-Fraktion, unter Vorsitz von Dr. Peter Schönlein - stellte am 08.10.1986 den Antrag, den vorgesehenen Kulturladen in der Regenbogenschule unterzubrin-gen. In dem Antrag heißt es: 
„Vorlaufprogramme mit Kreativgruppen und für Senioren finden bereits statt. Die rege Beteiligung ist ein Zeichen dafür, daß ein großes Bedürfnis an einer solchen dezentralen Einrichtung besteht. (…) Nachdem die Schülerzahlen auch in der Gartenstadt zurückgehen (…), stellen wir den Antrag, den vorge-sehenen Kulturladen im Regenbogenschulhaus unterzubringen. Damit könnte ein erster Schritt in Richtung „Nachbarschaftsschule“ verwirklicht werden (…). Wir bitten die Verwaltung, dementsprechende Verhandlungen und Gesprä-che zu führen, um der kleinen Kultur vor der Haustüre auch in der Garten-stadt zum Durchbruch zu verhelfen.“
Am 15.09.1990 schließlich war es so weit: Der Kulturladen Gartenstadt konnte seine Eröffnung in den Räumen der Regenbogenschule feiern. Der Kulturladen bietet den Gartenstädterinnen und Gartenstädtern seither einen Saal für ca. 70 Personen, einen Seminarraum mit Teeküche sowie eine Werkstatt für die Kreativangebote. 
Der nächste Teil der Serie berichtet von den Aktivitäten und Angeboten des Kulturladens Gartenstadt und wie sich diese im Lauf der Zeit verändert haben.

Micaela Zirngibl
 

Michael Zeh aus dem Nürnberger Stadtteil Neunhof hatte schon seit Langem einen Wunsch: Er wollte mit dem Fahrrad an den Punkt der Erde fahren, der Nürnberg ziemlich genau gegenüber liegt – die Chatham-Inseln südöstlich von Neuseeland.  Für die etwa 30.000 km lange Reise plant der 26-Jährige etwa 2 Jahre, wobei es ihm weniger um Geschwindigkeit geht, als vielmehr um Land und Leute. Zeh nutzt die Gelegenheit zwischen dem Abschluss des Studiums für das Lehramt für Mathematik und Sport und seiner weiteren beruflichen Laufbahn. 
Seit dem 04. April 2016 ist er unterwegs und wird auf dem ersten Abschnitt bis nach Teheran (Iran) von Johanna Gärtner begleitet, auf kürzeren Abschnitten auch von seiner Schwester und seinen Eltern. Danach geht es dann nördlich des Himalayas durch China weiter nach Laos, Thailand und Malaysia. Nach Durchquerung Indonesiens setzt Zeh nach Australien über, das er halb umrundet, bis er schließlich nach Neuseeland weiterreisen kann. Die Chatham-Inseln will er schließlich im Neuseeländischen Sommer – sprich in unserem Winter 2017/Frühjahr 2018 erreichen. Seine Reise mit wundervollen Bildern dokumentiert er auf seiner Webseite www.michi-unterwegs.de. Zum Zeitpunkt der Drucklegung dieses „Roten Blätt´las“ befand sich Michael nach 6.080 km in der Nähe von Täbris im Nordwesten des Iran. 
Zeh will seiner Reise jedoch noch einen weiteren Sinn geben. Als umwelt- und naturschutzbewusster Mensch macht er sich über die Zukunft unseres Planeten Gedanken. Nach den großen Feuern im Herbst 2015 sorgt er sich um den Verlust der Artenvielfalt und der Regenwälder in Indonesien und will nun mit seiner Aktion „Radeln für den Regenwald“ unseren Gartenstädter Naturschutzverein „Lebensraum Regenwald e.V.“ unterstützen. Michael wünscht sich, dass für jeden von ihm erradeltem Kilometer 10-Euro-Cent zur Erhaltung und Wiederaufforstung von Regenwald gespendet wird. Ein Spendenlink ist auf seiner Homepage geschalten oder direkt auf das Konto von Lebensraum Regenwald e.V. DE81 76050101 0010334217 Verwendungszweck „Radeln für den Regenwald“. Für Frühjahr/Frühsommer 2017 ist ein Treffen mit dem 1. Vorsitzenden des Vereins auf der Insel Borneo geplant. Das „Rote Blätt´la“ wird davon berichten.

Bis dahin Euer 

Roland Zeh vom Verein „Lebensraum Regenwald e.V.“
 

Bank

 

Anlässlich des 35 jährigen Bestehens der Seniorenbegegnungsstätte Gartenstadt e.V. wurde eine Landschaftsbank gestiftet und beim „Netto-Markt“, Julius- Loßmann-Straße aufgestellt. Mit einer kleinen Einweihungsfeier begingen die Seniorinnen und Senioren dieses Ereignis. Mit leckeren Happen und Sekt wurde vor- übergehend auf die neueste Errungenschaft der Senioren aufmerksam gemacht und bereits nach kurzer Zeit wird die Bank nun gerne von Jung und Alt angenommen. Die ersten Spenden für eine weitere Bank in der Gartenstadt sind schon eingegangen.

Ich freue mich darüber. Für einen Standort können Sie gerne Vorschläge machen.

Ihre Lia Sommer

HafenAuf Einladung der vier SPD-Ortsvereine Gartenstadt, Eibach– Röthenbach, Siedlungen Süd und Reichelsdorf kam Christian Vogel, Bürgermeister der Stadt Nürnberg,  ins Gesellschaftshaus Gartenstadt.  Als  erster Werks- lei-ter von SÖR ist er u.a. zuständig für alle Baumaßnahmen im öffentlichen Raum. Vom öffentlichen Spielplatz über den Radweg, die städtischen Straßen bis hin zu den Brücken der Stadt Nürnberg. Hafenbrücken waren dann auch das aktu-elle Gesprächsthema. 
„Alle Brücken Nürnbergs werden regelmäßig geprüft“, erklärt Vogel und ver-gleicht das Ergebnis der Prüfung mit einer Verkehrsampel.  Zeigt die Ampel auf Grün, ist die Brücke in Ordnung. Bei einer gelben Ampel ist  die Brücke zwar in Ordnung, aber es gibt Anzeichen der Veränderung am Bauwerk, man spricht von einem „Ankündigungsverhalten“. Das heißt, auch mit modernster Technik kann man nicht in die Brücke hineinsehen, niemand weiß genau, wie lange die Brücke dann noch vollumfänglich genutzt werden kann. Solange die Brücke offen ist, besteht auch keine Gefahr für den Nutzer. Wenn die Brü-cken-Ampel dann auf Rot wechselt, muss gehandelt werden. Fahrbahnreduzie-rungen, Geschwindigkeitsbeschränkungen oder sogar Sperrungen können die Folge sein. Um das zu verhindern, muss rechtzeitig ein „Masterplan“ entwickelt werden. Genau diese Situation haben wir nun bei den Hafenbrücken. Da die Ampel nun schon länger auf Gelb steht, hat der Stadtrat von Nürnberg letztes Jahr beschlossen, die Maßnahmen zur Sanierung dieser wichtigen Infrastruk-tureinrichtungen zu planen. Sanierung trifft die Sache allerdings nicht exakt, sondern es wird einen Abriss und Neubau geben.
„Dabei gehen wir nach folgenden Prinzipien vor“, sagt Vogel,  „erstens Risikom-inimierung, zweitens eine schnelle Lösung, die drittens zur geringstmöglichen Belastung führt.“ Das ist ein hohes Ziel, dabei ist völlig klar, es wird nicht  die günstigste Lösung sein, bringt aber für die Bürgerinnen und Bürger am schnellsten wieder Ruhe in den Stadtteil. Das Projektteam hat dabei 20 Vari-anten diskutiert. Nun ist man übereingekommen, drei so genannte „Behelfsbrü-cken“ zu mieten, die bis zur Fertigstellung der neuen Brücken als Ersatzbrü-cken dienen sollen. Im Jahr ca. 2024 sollen die Baumaßnahmen  beendet sein. Bis 2025 wird die Stadt Nürnberg auf bis zu ca. 555.000 Bürger anwachsen und der Verkehr parallel ebenfalls ansteigen. 
Die städtischen Verkehrsplaner prognostizieren eine Zunahme und weitere Belastung für den Autoverkehr im Nürnberger Süden. Aus diesem Grund be-fürwortet der Stadtrat auch die Ortsumgehung Stein nicht. Man setzt lieber auf  einen besseren Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs, mehr  Radwege, mehr U- und Straßenbahnen. Der neue Nahverkehrswegeplan soll im nächsten Jahr noch vor den Straßenbaumaßnahmen fertig werden. Weitere Alternati-ven, die mit den Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet werden, sollen den Ver-kehr verringern, was leicht zu erreichen wäre, wenn man bei Strecken unter 6 Kilometern auf Fahrten mit dem Auto verzichten würde. Nach Berechnungen ist bei Fahrstrecken unter 6 KM im innerstädtischen Bereich das Fahrrad am schnellsten (und am günstigsten / gesündesten). Weitere Überlegungen: Kann man zu verschiedenen Zeiten zur Arbeit fahren? Den Schulanfang verlegen?
Nun meldeten sich die Bürgerinnen und Bürger zu Wort und fragten nach der erhöhten Belastung durch den Schwerverkehr, der jetzt schon durch den Ha-fen sehr hoch ist und wie der denn während der Baumaßnahmen umgeleitet würd.
„Der Hafen ist uns für Nürnberg sehr wichtig, erläutert Vogel, „er bringt uns Gewerbe und eine hohe Zahl an Arbeitsplätzen.“ Es ist daher sehr wichtig, dass der Hafen gut erreichbar ist. Hier muss es auch in Zukunft ein gutes Miteinander geben. Die innerstädtische Lage und die verkehrliche Bedeutung erfordern sehr gut ausgearbeitete und abgestimmte Bauablauf– und Verkehrs-konzepte. Im Hinblick auf die prognostizierten verlagerten LKW– und PKW–Verkehre sind dabei Anpassungen von Knotenpunkten erforderlich, die in den nächsten Monaten mit der Bürgerschaft entwickelt werden sollen.
Möglich sei ferner, dass Hafenbrücken und Frankenschnellweg 2018 gemein-sam gebaut werden. Auch der Ausbau der A73 könnte (wenn es keinen juristi-schen Einwände gibt) im Herbst 2018 beginnen. Die Stadt Nürnberg traut sich zu, diese drei Maßnahmen, auch mit Hilfe externer Ingenieurbüros unter einen Hut zu bekommen. So würden die Zusatzbelastungen für die Bürgerinnen und Bürger am schnellsten abgebaut.
Finkenbrunn hat schon jetzt einen hohen Belastungswert. In der Bauphase muss mit einer weiteren  Verkehrszunahme gerechnet werden. Genau deshalb muss hier über mögliche Alternativen intensiv nachgedacht werden. Von der Geschwindigkeitsreduzierung bis zu möglichen  baulichen Hemmnissen muss alles dabei ins Auge gefasst werden. Sicherheit hat Priorität, darüber sind sich auch die Verkehrsplaner im Klaren. Die Gefährdung der Fußgänger, be-sonders der Schulkinder ist den Anwohnerinnen und Anwohnern ein Anliegen, was Vogel völlig versteht. Er sagt zu, einen Prüfauftrag zu erteilen, an dieser Stelle ein Display einrichten zu lassen, der den Fahrenden ihre Geschwindig-keit aufzeigt. 
Lärmschutz wird von der Stadt Nürnberg gemäß der gesetzlichen Norm ohne Wenn und Aber durchgeführt werden. Die SPD Gartenstadt hat eine Einwendung  an die Stadt Nürnberg gerichtet, die unter anderem eine Lärmschutz-wand an der gesamten Länge des Frankenschnellwegs zur Gartenstadt hin for-dert. 
Vogel räumt auf mit dem Gerücht, dass am Frankenschnellweg ein LKW-Verbot eingeführt werde. Man wolle ja nicht, dass die LKW dann durch die Wohnge-biete fahren, arbeite aber auf ein Verbot für den LKW-Durchgangsverkehr hin, was allerdings zustimmungspflichtig durch den Freistaat sei.  Gigaliner belasten die Straßen noch mehr, deshalb ist das keine Option für den Stadt-rat, aber die Ergebnisse des Bundesfeldversuchs werden abgewartet.
Und was passiert am „Mausloch“? – Das ist eine Angelegenheit der Bahn, die zugesagt hat, hier etwas zu tun.
„Wir stehen am Anfang der Planungen“, schließt Vogel. „Wir kennen den Ist- Stand und haben ein Prognose-Szenario erarbeiten lassen. Jetzt geht es da-rum mit den Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam Wege zu finden, die Belas-tungen möglichst gering zu halten.“ Er räumte aber auch ein, „ohne merkbare Belastungen für die Anwohner werden wir es nicht schaffen“. Er wies darauf hin, dass Verkehrsplanerinnen in die Stadtteile kommen werden, um die Alter-nativen und Umgehungen mit den Bürgerinnen zu diskutieren und er wünsche sich, dass sie ihre Ideen für gute Übergangslösungen einbrächten. Er selbst komme gerne zu einem solchen Gespräch wieder.

Amely Weiß
 

35jahreLiebe Gartenstädter/innen,

am 28. April 2016 wurde die Tagesstätte am Heckenweg 1 35 Jahre. Dieses Jubiläum feierten wir mit vielen Ehrengästen im Saal des Gesellschaftshauses Gartenstadt. Im festlich geschmückten Saal wurde ein schönes reichhaltiges Programm geboten.

In Vertretung des Oberbürgermeisters gratulierte der Bürgermeister Christian Vogel für die Stadt Nürnberg. Für die SPD-Stadtratsfraktion Michael Ziegler, der überraschend auch noch mit Sketchen viele Lacher auf seiner Seite hatte. Eine besondere Ehre erwies uns persönlich der Vorstand der Gartenstadt eG, Herr Johannes Soellner, mit einem Lied über die Begegnungsstätte. Die Jüngsten des Stadtteils vom „Haus der Kinder“ in der Regenbogenstraße begeisterten mit ihrem Ententanz. Ein Kurzfilm von Herbert Häusler hat über die vielen Aktivitäten unseres Vereins informiert und eine Mitgliedergruppe sang mit einem Überraschungsschlusseffekt über die Begebenheiten im Seniorentreff.

Die „Golden Girls“ – eine türkische Tanzgruppe – brillierten in ihren schmucken aufwendigen Kostümen. Acht Jubilare wurden für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt und der krönende Abschluss – das Männerballett des NCN – brachte nochmals viel Stimmung in den Saal. Zwischen den Programmrunden spielte ein Duo Schlager.

Ich danke alle Akteuren, den Senioren und Besuchern wie Frauenstammtisch, Mittwochsspaziergänger und unseren Flüchtlingen vom Rangierbahnhof für‘s Kommen. Es war ein tolles Fest! Was mich noch besonders freut: Bei der Veranstaltung haben sich drei Mitglieder aufnehmen lassen und für den Herbst wurde eine monatliche Tanzveranstaltung angedacht.

Eure Lia Sommer

monikaEs war Freitag, der 13. Mai, als Monika Abel MitarbeiterInnen und Ehrenamtliche des Kulturladens sowie Vereine und Einrichtungen des Stadtteils  einlud, um sich zu verabschieden. Sie leitete den Kulturladen seit Juli 2008. Die SPD war auch dabei und interviewte sie für das Rote Blättla.

Rotes Blättla: Fast 8 Jahre hast du den Kulturladen geleitet. Welche Erfahrungen nimmst du aus deiner Zeit in der Gartenstadt mit?

Monika Abel: Ich hatte hier eine wirklich gute Zeit. Der Kulturladen war von meinen Vorgängern sehr gut aufgebaut, was meinen Einstieg erleichterte. Und: Ich wurde sehr herzlich und freundschaftlich von den Menschen hier aufgenommen, das war eine sehr schöne Erfahrung. Der Abschied fällt mir daher gar nicht so leicht, auch wenn ich mich natürlich auf meine neue Aufgabe freue.

RB: Der Kulturladen in der Gartenstadt ist gut besucht, Gruppen, Kurse und Veranstaltungen werden gut angenommen. Wie ist euch das gelungen?

MA: Hm, das Gute an den Nürnberger Kulturläden im Allgemeinen ist, dass sie sich voll auf die Menschen im Stadtteil konzentrieren können. Das heißt, wir beziehen uns mit unserem Kulturangebot ganz und gar auf die GartenstädterInnen: Ihre Themen werden aufgegriffen, Ideen und Wünsche aufgenommen und wenn möglich mit ihnen zusammen verwirklicht. Das hat bisher sehr gut funktioniert.

RB. Wo siehst du Grenzen der Kulturarbeit im Stadtteil?

M.A. Die Räumlichkeiten des Kulturladens sind eng und unsere Möglichkeiten daher  begrenzt. Dennoch sind wir gut in den ehemaligen Schulräumen aufgehoben und arbeiten sehr gut mit der Regenbogenschule und dem Haus für Kinder zusammen.

RB: Was waren die Highlights in den letzten Jahren?

MA: Oh, da gab es viele tolle größere aber auch kleinere Veranstaltungen, an die ich gerne zurückdenke.  Beispielsweise die Konzerte am Alten Kanal oder auf der Dachterrasse des Gartenstadthochhauses. Die Idee zur Reihe „Das macht die Kunst“ ist übrigens von einem sehr aktiven Nachbarn. Fränkischer Abend, Kabarett, Weinseminare und vieles mehr, das hat mir alles viel Spaß gemacht.  Das Stadtteilfest sei natürlich auch erwähnt. Da machen so viele Vereine, Einrichtungen und Parteien mit. Die SPD ist gerade beim Stadtteilfest ein wichtiger Partner.

Es ist aber auch gelungen – dank der Unterstützung vieler sehr engagierter Gartenstädter -  den Bunten Tisch zu gründen. Aus diesem Netzwerk gehen viele Ideen und Aktionen hervor, z.B. das Café Asyl, Vorträge, Workshops etc. Wir haben letztes Jahr hierfür den Mittelfränkischen Integrationspreis der Regierung von Mittelfranken bekommen. Der Bunte Tisch ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass ziviler Zusammenschluss und die Stärkung der eigenen Stadtteilidentität sich lohnen und jeder was beitragen kann.

RB: Heute ist dein letzter Abend im Kulturladen Gartenstadt. Was ist deine nächste Aufgabe?

MA: Ich übernehme die Leitung im Loni-Übler-Haus in Mögeldorf. Wieder ein Kulturladen, aber ganz andere Bedingungen. Ich bin gespannt und freue mich drauf.

RB: Viel Glück und gutes Gelingen. Vielleicht besuchen wir dich mal im Loni. 

MA: Der SPD Gartenstadt wünsche ich auch alles Gute. Und über euren Besuch im Loni  würde ich mich natürlich sehr freuen, es gibt dort viel Folkmusik und Frauenkabarett.

thomasLiebe Gartenstädter, seit zwölf Jahren bin ich Mitglied im SPD OV Gartenstadt. Wir machen hier weniger Bundes – oder Landespolitik, hier geht es primär um unseren Stadtteil Gartenstadt und Nürnberg. Hier Etwas -  wenn auch nur im Kleinem -  mit zu gestalten bzw. zu bewegen war für mich ein wichtiger Grund für den Beitritt in die SPD Gartenstadt.

Neben den politischen Diskussionen  haben wir auch viele interessante Vorträge zu Themen, die uns alle bewegen. Mitglieder der SPD Gartenstadt sind auch Mandatsträger (Amely Weiß Bezirksrätin, Stefan Schuster MDL, Werner Gsänger Stadtrat), die uns Politisches aus erster Hand berichten. Was ich an unserem OV schätze ist der Zusammenhalt und dass oft auch mal verschiedene Meinungen  - wie es in einer Volkspartei üblich sein sollte  - aufeinandertreffen und diskutiert werden.

Ich finde es gut, dass die Gartenstadt SPD immer ein offenes Ohr für die Belange der Gartenstädter hat und sich vor Ort aktiv dafür einsetzt. Dazu hatten wir letztes Jahr den Vorstand der Gartenstadt eG   ins Gesellschaftshaus geladen. Natürlich war das nur ein Anstoß, aber die Kommunikation und der Informationsfluss zwischen Vorstand der Genossenschaft und den Mitgliedern sollte sich dadurch verbessern. Neben der Politik gibt es im Vereinsleben aber auch die Geselligkeit. Dazu gehören gemeinsame Ausflüge sowie das Mitwirken am jährlichen  Stadtteilfest und vielen anderen Ereignissen.

Das gefällt mir -  und es würde mich freuen -  wenn auch Sie einmal ganz zwanglos zu einer unserer Sitzungen (Termin s. Rotes Blätt‘la) vorbeischauen würden. Keine Angst, Sie brauchen deshalb nicht gleich Mitglied werden. Einfach vorbeikommen und reinschauen.

Bis bald,

Ihr Thomas Roth (stellv, Vorstand SPD OV Gartenstadt)

JLoosZu den bedeutendsten Figuren der sozialdemokratischen Geschichte Nürnbergs gehört der langjährige Parteisekretär und spätere Bürgermeister Julius Loßmann.
Am 4.4.1882 wurde Loßmann als Sohn eines Schneidermeisters in Glan-Münchweiler geboren. Der frühe Vollwaise nahm das Schuhmacherhandwerk an und schloss sich alsbald seiner ersten Gewerkschaft an. 1900 zog er nach Nürnberg, wo er sich der SPD anschloss und sein eigenes Geschäft eröffnete.

Hier profilierte er sich schnell als begabter Lokalpolitiker, bekleidete das Amt des Parteisekretärs von 1918 bis 1933 und wurde schließlich in den Stadtrat gewählt. Im Dritten Reich blieb auch er von Verfolgung nicht verschont. Loßmann wurde verhaftet und verbrachte bis Kriegsende insgesamt 20 Monate im Konzentrationslager Dachau. 
Die Trümmer und Ruinen, in denen die Nationalsozialisten Nürnberg hinterlie-ßen, konnten Loßmann jedoch nicht die politische Motivation rauben und er zog als Parteisekretär der SPD Nürnberg 1946 wieder in den Stadtrat ein. Als solcher spielte er beim Wiederaufbau Nürnbergs eine entscheidende Rolle.

Am 7.12.1949 wurde er zum ehrenamtlichen Bürgermeister der Reichsstadt Nürn-berg ernannt, ein Amt, welches er bis zu seinem Tod innehaben sollte. Seine Arbeit für Nürnberg ging jedoch über den bloßen Wiederaufbau hinaus. So legte er 1950 den Grundstein für die Siedlung Falkenheim. Auch war Loßmann der erste Aufsichtsratsvorsitzende der Flughafen Nürnberg GmbH und trug dazu bei, dass dieser als erster nach dem Zweiten Weltkrieg neuerbauter Flughafen Deutschlands 1955 an seinem heutigen Standort errichtet wurde. 

 


Julius Loßmann verstarb am  29. März 1957 und wurde am Südfriedhof beigesetzt.
Heute erinnert noch die nach ihm benannte Julius-Loßmann-Straße nahe des Südfriedhofs an diese bedeutende Figur der Sozialdemokratischen Partei Nürnbergs.

Peter Panther

   
Helga2 Vorst_Stefan_Schuster martin
   

demnächst in der Gartenstadt  

   
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